11 June 2016, 17.00 – 23.59

Lange Nacht der Wissenschaften

Programm der Berlin School of Mind and Brain

Was das Seepferdchen mit Ihrem Gedächtnis zu tun hat
(Mitmachexperiment)
Anna Pajkert, Josephine Heine, Martina Hoffmann (AG Finke)
Tief hinter den Schläfen versteckt sich eine Struktur unseres Gehirns, die Hippocampus heißt – das „Seepferdchen“. Der Hippocampus ist der zentrale Ort unserer Erinnerungen. Er sorgt dafür, dass unsere Erinnerungen nicht nur einzelne Bruchstücke bleiben, sondern verknüpft und lebendig abgerufen werden können. In einem spannenden Mitmachexperiment erfahren Sie, wie man in der Hirnforschung solche Gedächtnisverknüpfungen untersucht.
Bei manchen Erkrankungen wie der Epilepsie oder einer Entzündung des Gehirns treten Gedächtnisprobleme auf. Wir zeigen Ihnen, wie man das Gehirn mithilfe eines MRTs untersucht und erklären, welche Rolle Antikörper aus dem eigenen Immun-system beim Lernen und Erinnern spielen können.
Uhrzeit: durchgehend ab 17.00
Ort: Raum 122

Durchschaust du andere? Teste deine Fähigkeit, Gefühle zu erkennen
(Mitmachexperiment)
Hanna Drimalla, Simon Gundelman (AG Dziobek)
Jeden Tag versuchen wir, die Gefühle von anderen richtig zu erkennen: Ist der Kollege verärgert oder traurig? Ist unser Partner wütend oder bloß überrascht? Menschen scheinen dies unterschiedlich gut zu können. Daher haben wir einen Test entwickelt, um diese Fähigkeit zu messen. Probieren Sie ihn aus und erfahren Sie mehr über sich selbst.
Uhrzeit: durchgehend ab 17.00 (Dauer: 15 Min.)
Ort: Raum 123

Fingerspitzengefühl gefragt
(Mitmachexperiment)
Fivos Iliopoulos, Martin Grund, Norman Forschack, Dr. Till Nierhaus (AG Villringer)
Der Tastsinn ist einer unserer unmittelbarsten Wahrnehmungsorgane. Eine Berührung geschieht direkt an unserem Körper. Geräusche hingegen können ihren Ursprung in weiter Ferne haben. Aber nehmen wir alles wahr, was uns berührt? In einem Mitmachexperiment führen wir euch an die Grenzen des Fühlbaren. Wir zeigen euch wie der Tastsinn unser Verhalten beeinflusst, auch wenn uns dies nicht immer bewusst wird.
Uhrzeit: 17.00–24.00 (Dauer: 45 Min.), Start immer zur vollen Stunde
Ort: Treffpunkt Fahrstuhl EG

Auf den Hirnautobahnen surfen
(Mitmachexperiment)
Tomás Goucha
Wie fließt die Information im Gehirn? Wie kommunizieren Hirnareale miteinander? Die diffusionsgewichtete Kernspinresonanz erlaubt uns die Hirnfasern zu rekonstruieren. Probieren Sie selber im Gehirn zu surfen und sich zurechtzufinden. Wir zeigen Ihnen, wie die Faserbündel im Gehirn sich organisieren und welche Wege die menschliche Kognition nimmt. Anhand von Computersoftware können wir entdecken, welche Hirnfasern zwischen gewissen Hirnarealen verlaufen, und auch versuchen, die Hauptstraßen des Gehirns wiederzufinden.
Uhrzeit: 18.00-21.00
Ort: Foyer Südflügel

Strawberry fields forever: Wie das Gehirn auf Essen und Drogen reagiert
(Vortrag auf englisch)
Lisa Kramarenko, Maia Salholz-Hillel
Kann man mit Drogen psychische Erkrankungen heilen? Wie kommt die Abhängigkeit zustande? Was be-einflusst unsere Essensentscheidungen? Warum isst man weiter, wenn man schon satt ist? Ändert Fettleibigkeit den Essensentscheidungsprozess? Und können Marketing und Werbung unsere Essensent-scheidungen beeinflussen? In unserem Vortrag werden wir diesen Fragen auf den Grund gehen. Wir versuchen zu erklären, was genau die typische Wirkung von verschiedenen Drogen verursacht, was uns zum Essen motiviert und welche Mechanismen im Gehirn für Abhängigkeit von Drogen und Essen zuständig sind.
Uhrzeit: 20.00 (ca. 40 Min.)
Ort: Raum 144

Wenn Erinnerung zur Erkrankung wird: Traumastörungen und der Hippocampus
(Science Slam Vortrag)
Dr. med. Karl R. Kleinknecht (AG Finke)
Wenn Menschen schlimme Erfahrungen machen, lässt sie die Erinnerung daran manchmal nicht mehr los und behindert als posttraumatische Belastungsstörung in krankhafter Weise das Leben. Welche Verarbeitungsprozesse und welche Gehirnteile sind dabei beteiligt? Warum ist das Erkennen von Sicherheit und Gefahr gestört? Und was kann man ggf. therapeutisch tun? Der Vortrag, der u.a. beim Science Slam im SO 36 ein großer Erfolg war, gibt am Beispiel eines Surfers und dessen Begegnung mit einem Hai (mit gutem Ausgang!) einen verständlichen und unterhaltsamen Einblick.
Uhrzeit: 17.30, 18.30 (10 Min.)
Ort: Raum 144

Das ewige Sprachrätsel: Wie kann jedes Kind alle Sprachen der Welt erwerben
(Vortrag)

Tomás Goucha
Die Sprachen der Welt sind höchstunterschiedlich. Bei einigen entscheidet die Wortmelodie die Bedeutung einer Silbe, andere haben komplexe grammatikalische Regeln. Das menschliche Hirn ist trotzdem in der Lage, alle Sprachen zu erwerben? Warum können Menschen im Gegensatz zu anderen Menschenaffen sprechen? Was in unserem Hirn macht uns fähig zur Sprache? Und wie kann eine universelle Fähigkeit sich an die verschiedensten Eigenschaften der Weltsprachen? Kann man am Hirn einer Person erkennen, was ihre Muttersprache ist? Eine Hirnreise von Sprachunterschieden zu universellen Prinzipien.
Uhrzeit: 22.00, 23.00 (ca. 40 Min.)
Ort: Raum 144

Informationsstand

Berlin School of Mind and Brain
Inken Dose, Marek Polgesek
Wir informieren über die Berlin School of Mind and Brain mit ihrem internationalem und interdisziplinären Master- und Doktorandenprogramm.

Uhrzeit: ab 17.00
Ort: Foyer

Gesamtprogramm Berlin und Potsdam

Gesamtprogramm für Berlin und Potsdam (externer Link)

 

Venue

Humboldt-Universitaet zu Berlin
Berlin School of Mind and Brain
Luisenstraße 56, Erdgeschoss und 1. OG
10117 Berlin