01 March 2011, 18.30 – 20.00

Vortrag: Melanie Steffens (Jena)

“Zur gendersensiblen Gestaltung von Stellenbesetzungsverfahren: Beiträge psychologischer Geschlechterforschung”

Wir bitten um Anmeldung per E-Mail: anne.loechte-please remove this text-@hu-berlin.de

Abstract

Der Beitrag liefert eine Einführung in den psychologischen Wissensstand zu Geschlechtsunterschieden und Geschlechterstereotypen. Anschließend werden aktuelle Studien zu Faktoren auf Seiten der Urteilenden sowie zu situationsspezifischen Faktoren mit ihren Implikationen für die Praxis vorgestellt: Welche Konsequenzen können damit verbunden sein, dass Auswahlgremien häufig vorwiegend von Männern besetzt sind? Wie wirken solche Gremien auf Bewerberinnen und welche Auswirkungen auf ihre Performanz kann das haben? Wann sollten Auswahlkriterien festgelegt werden, um Diskriminierung zu verhindern? Und welche Verhaltensweisen sollten Mitglieder von Auswahlgremien zeigen, welche lieber unterlassen?

CV

Melanie Steffens ist seit 2004 Professorin für Soziale Kognition und Kognitive Psychologie am Institut für Psychologie der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Sie studierte Psychologie an der Universität Bonn (1989-1994), promovierte an der Universität Trier (1994-1998) und habilitierte sich, nach einem Aufenthalt als Visiting Fellow an der Yale University (2001), im Jahre 2004 in Trier. Im selben Jahr übernahm sie eine Vertretungsprofessur in Jena und wurde anschließend an die Friedrich-Schiller-Universität Jena berufen. Sie ist seit 2009 Direktorin des Instituts für Psychologie.

Ihre Forschungsschwerpunkte sind Gedächtnisphänomene, implizite gruppenbezogene Einstellungen sowie Stereotype von sozialen Gruppen, insbesondere geschlechtsbezogene Stereotype. Sie ist Mitglied der DFG-Forschergruppen „Diskriminierung und Toleranz in Intergruppenbeziehungen“ und „Person Perception“ sowie des DFG-Graduiertenkollegs „Konflikt und Kooperation zwischen sozialen Gruppen“ und Sprecherin des Exzellenzantrags für eine Graduiertenschule „Social Change: Opportunities and Challenges for Individual and Collective Actors“. Ihre Beiträge zum menschlichen Gedächtnis, zu impliziten Kognitionen und zu Einstellungen und Stereotypen sind größtenteils in internationalen Zeitschriften publiziert. Sie ist Herausgeberin der Zeitschrift Experimental Psychology, Mitglied des Editorial Board der Zeitschrift Canadian Journal of Behavioural Science und des International Advisory Board der Zeitschrift Psychology of Sexualities Review sowie als Gutachterin für mehrere Forschungsträger und über 40 internationale Zeitschriften tätig.

 

Venue

Berlin School of Mind and Brain
Luisenstraße 56, Haus 1
10117 Berlin
Raum 144 (EG)

Contact

Dr. Anne Löchte
030/2093-1791
anne.loechte-please remove this text-@hu-berlin.de